Energiecontrolling

Vom Monitoring der Energieverbräuche bis zu einem wirksamen Energiecontrolling ist klein erscheinender aber wichtiger Schritt erforderlich. Im Energiecontrolling werden permanent Energieverbräuche im IST und PLAN geprüft und überwacht. Bei Überschreiten von vorher definierten Toleranzen (Plan-Ist Abweichungen) erfolgt ein Gegensteuern, vergleichbar mit den Überwachung und Steuerung von Kostenbudgets.

Einfaches Beispiel ist die plötzliche Verbrauchszunahme eines großen Elektromotors, was auf einen Lagerschaden hinweisen könnte oder unterschiedliche Verbrauchslinie von identischen Klimageräten die auf fehlerhafte Geräteeinstellung oder Nutzungsprofile hindeuten.

Das Energiecontrolling stellt ein einfaches Energiemanagementsystem dar. Die Einführungsaufwand und -kosten sind geringer und der Energieeinspareffekt meist gleich als bei einem Energiemanagementsystem.
Die Einführung eines Energiecontrolling ist ein erster Schritt hin zum Energiemanagement. Durch die hohe Aufmerksamkeit und Awareness sowohl beim Management wie auch den Mitarbeitern kann hier schnell eine hohe Rentabilität und kurze ROI erzielt werden.

Am Anfang eines effizienten Energiecontrolling steht immer der Wunsch zu wissen wofür, wann, wo und wieviel Energie verbraucht wird. Ein automatisiertes Energiemonitoring liefert die Daten wie die Energieströme der Hauptverbraucher, optional hinunter zu jedem einzelnen Verbraucher. Diese werden in einem BI-System gespeichert, verwaltet und visualisiert. Dabei sind folgende Schritte notwendig:

Alleine das Anzeigen der Verbräuche für einzelne Maschinen beeinflusst das Benutzerverhalten, so dass ca. 5-10% Einsparungen realisiert werden können. Kombiniert man es noch mit Prämien, kann der Effekt noch verstärkt werden.

Durch einen Verknüpfung der Verbrauchsdaten (Maschinensteuerung) mit den Auftragsdaten aus dem PPS-System kann eine Alarmierung bzw. Abschaltung erfolgen, wenn z.B. die Produktionsmaschine samt Filter und automatisierter Zu- /Abführung sofort vollautomatisch gestoppt wird, wenn kein Auftrag ansteht oder zu verarbeitendes Material fehlt.

Das Energiecontrolling mit einem BI-System ermöglicht durch passende Kennzahlen wie kWh/h, kWh/Stk. etc. das die Unternehmensleitung auf einen Blick den Energieeinsatz erkennen und bewerten kann. Informationen per Smartphone Apps, Email- oder SMS gehören zum Standard.

Die Investition in ein Energiemonitoring amortisiert sich in wenigen Jahren. Auch gibt es eine staatliche Förderung für Hard- und Software, sowie für die Zertifizierung eines Energiecontrollingsystems.