Produktionsanlagen benötigen viel Strom. Die strategische Zielsetzung unseres Mandanten ist, bis zum Jahr 2020 hinsichtlich Energieerzeugung und -verbrauch autark zu werden.  „Circa 10 % unserer Kosten entfallen auf Energiekosten“, bringt der Facility Manager die besondere Herausforderung der energieintensiven Produktion auf den Punkt.

Rund 40 Mio. kWh Strom werden pro Jahr am Standort benötigt. Energieeffizienz wird damit zum zentralen Faktor für den Unternehmenserfolg.

Integration aller Energieverbaucher und Energieerzeuger

Die strategisch motivierte Zielsetzung zur Energie-Autarkie gab dann letztlich den Ausschlag die bisherigen Maßnahmen durch ein umfassendes Energiemonitoringsystem zu ersetzen. Dabei stand von Anfang an fest, dass ein solches Energiemonitoringsystem nicht nur die Hauptverbraucher in der Produktion, sondern alle Verbrauchsstellen im gesamten Betrieb umfassen sollte. Bis 2014 wurden bereits 260 Energiemesssensoren im Werk implementiert, die von Hochhuth bereitgestellt werden. Darüber hinaus liefert die Systemplattform für Gebäudeautomation Wonderware sowie das ERP-System Proficy weitere wichtige Informationen. ANIGMA als  IT Dienstleister oblag es, die einzelnen Datentöpfe in eine einheitliche Plattform zu integrieren und eine umfassendes Monitoring und Berichtssystem zu implementieren, in welches mittelfristig wirklich alle Nebenverbraucher eingebunden werden sollen.

Transparenz bei Energieflüssen eröffnet neue Möglichkeiten

„Das war in unserer komplexen Infrastruktur die beste Lösung für uns“, begründet der Produktionsverantwortliche diese Entscheidung. Und sieht in der Fähigkeit des Energiemonitoringsystems „Energieflüsse transparent zu machen“ aber noch ganz andere Vorteile: „Wir haben jetzt Kennzahlen in Echtzeit. Und wir haben sehr viele unterschiedliche Erkenntnisse und Informationen aus dem Monitoringsystem, die über den Nachweis der Energieeffizienz weit hinaus gehen, uns aber wertvolle Hinweise geben.
So können wir aus den Verbrauchsdaten herauslesen, ob einzelne Maschinen „rund laufen“. Ein Mehrverbrauch kann auf eine Störung hinweisen, ehe diese in der Produktion offensichtlich wird. Und mit dem umfangreichen Datenmaterial lassen sich die einzelnen Parameter analysieren und entsprechende Optimierungen durchführen.“